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Findlingspark

Henzendorf

Bis in die Bronzezeit zurück reicht auch die Besiedlung dieser Dorfstätte. Viele alte Flurnamen beweisen, dass das Dörfchen in der Talsenke um den Teich von sorbischen Bewohnern angelegt wurde, obwohl der Ortsname deutsch ist (Heinze - Heinrich). Die Sage erklärt ihn als "Hinzieh - Dorf". Auch Henzendorf (149 Einwohner ) gehörte zum Besitz des Klosters Neuzelle. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der Altar in der einer Finnhütte nachgebauten Kirche (1985 ); von der alten Kirche, sie stürzte 1978 ein, blieb nur der verbretterte Turm übrig. Nun entdeckten Wanderer und Touristen die abgelegene sehr waldreiche Gegend, nicht nur den Henzendorfer See mit der Badestelle.











Viele Jahre lang war ein großer Teil des unfruchtbaren, z.T. mit Kiefern bestandenen Sander- Gebietes südlich des Dorfes gesperrt als Schießplatz der GUS-Truppen
(24. 000ha). Auch jetzt ist das Betreten großer munitionsbelasteter Flächen nicht gestattet. Abgebrannte Flächen blieben baumlos. Nun blüht hier im Frühling gelb der Ginster, und im Herbst überzieht das Rosa des blühenden Heidekrautes den hellen Sand. Dann wird der 1997 errichtete 6m hohe hölzerne Aussichtsturm besonders gern besucht, und ca. 2000 Besucher kommen zum Heidefest nach Henzendorf. Sie bestaunen auch den 4 ha großen Findlingspark mit 400 eiszeitlichen großen Steinbrocken aus dem Braunkohlentagebau Nossen (südl. Forst/Neiße), von denen 180 bereits behauene die Geschichte der Menschheit darstellen sollen. Die Landschaft ist geschützt, wird zur geplanten Stiftung "Brandenburger Naturlandschaften" gehören. Ein Naturlehrfad informiert u.a.,daß es hier 120 Vogelarten und 400 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen gibt. Fast 500 weidende Heidschnucken der Heidehof - Schäferei helfen den Landschaftspflegern, die Heide zu erhalten.

Texte:
Hildegard Schneider, Neuzelle

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